DonogoodLESUNG mit Strub, Millns, Burri
Seit dem Jahrtausendwechsel liest das Donogood-Theater sechs abendfüllende Lesungen pro Jahr, schreibt dazu die Texte und wird nicht müde, weiter zu machen. Die erste Lesung nach dem Jahrswechsel trägt den Titel «Träumen – Endstation Sehnsucht». – Ein Albtraum für mürrische Zeitgenossen.
Wenn Traumjob, Traumhaus und Traumpartner weg sind, bleibt nur noch das Armenkino. Das heisst: Sich mit knurrendem Magen auf ein verwanztes Nachtlager betten und darauf hoffen, dass wenigstens nächtens die Fantasie aus dem Vollen schöpft. Und dass nicht ¬– kaum eingenickt – der Sukkubus auf der Brust sitzt und den Horror des vergangenen Tages in grotesken Szenen wieder aufleben lässt.
Ist dies doch der Fall, wären wir gerne wieder ganz klein, damit wir zu Mama oder Papa ins Bett schlüpfen könnten. Aber wir sind gross, das Leben hat uns im griff und dem Traum sind wir ausgeliefert.
Wir träumen gerne Schönes. Und sind glücklich, wenn wir Schönes träumen. Auch wenn wir, kaum haben wir die Füsse auf die kalten Fliesen des Badezimmers gestellt, keine Ahnung mehr haben, was denn das Schöne war, das uns des Nachts beschäftigt hat.
Oder der Tagtraum: Wir sehnsüchteln uns nach dem Haus am Meer, danach, endlich Superman oder Cinarella zu sein. Aber sitzend und träumend kommen wir nirgends hin und staunen, wenn uns Gevatter Tod seinen fauligen Atem in den Nacken haucht, wie wenig das doch war, dieses Leben. Und wie viele da noch sind, der Träume. – Jetzt nichts mehr als Schäume.
Wer schon lange davon träumt, gelassen in einem Sessel zu sitzen, vor sich einen traumhaften Rotwein oder ein perliges Bier, und sich von skurrilen, bissigen und schwarzen Texten unterhalten zu lassen, der soll die Donogood-Lesung mit Strub, Millns und Burri nicht verpassen. Denn irgendwann ist er aus, der Traum. Und kommt nicht zurück.
Reservation: SMS an 079 445 71 66