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Valerie Lipscher – «Mother’s Hood»  Finissage

Valerie Lipscher – «Mother’s Hood»
Ausstellungen

Freitag, 21.08.2026

18:00 - 20:00 Uhr

Galerie am Platz
Obergass 23
8193 Eglisau

Internet: www.vivaeglisau.ch/galerie-am-platz
Karte

Finissage

Die Künstlerin ist an der Vernissage, am Workshop und an der Finissage anwesend

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Hinweis:
Workshop Blumen-Stillleben
Sonntag, 16. August 2026, 14.00 – 16.00 Uhr
Malen zusammen mit Valerie Lipscher und Blumen von Blueme-Rosig

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Die Ausstellung von Valerie Lipscher trägt den Titel ihrer ersten Arbeit als Mutter: Ein 2x2 m Teppich, aus Wolle getuftet. Die Wahl von Wolle als primärem Material und des Teppichs als Bildträger ist für sie eine Möglichkeit, ihre Zeichnungen in ein anderes Medium zu übertragen und zugleich diesen Traditionen Tribut zu zollen. Gleichzeitig setzen die Grösse der Arbeiten und die Tufting-Technik einen bewussten Kontrast. Tufting ermöglicht einen unmittelbaren, körperlichen und expressiven Arbeitsprozess – fast wie Malen mit Fäden – und eröffnet ein dynamisches Zusammenspiel von Kontrolle und Spontaneität.

Mutterschaft und Herkunft waren bereits Themen ihrer künstlerischen Praxis, bevor sie 2025 zum ersten Mal Mama wurde. Schon immer arbeiteten viele Künstlerinnen, die zugleich Mütter waren, mit häuslichen Materialien und Techniken – sie stickten, strickten oder webten und waren dabei oft von den Umständen ihres Alltags geprägt.

Valerie Lipscher (*1988) lebt und arbeitet in Zürich, ihre Wurzeln in der ehemaligen Tschechoslowakei und im Kanton Solothurn. Nach einem Studium der Umweltnaturwissenschaften absolvierte sie den Bachelor Illustration Fiction an der Hochschule Luzern – Design Film Kunst. Sie arbeitet als Künstlerin und Illustratorin mit Collage, Textil, Zeichnung, Malerei und Keramik. Ihre künstlerische Praxis ist geprägt von einer besonderen Sensibilität für Farbe, Muster und Materialität. Inspiration findet Valerie Lipscher sowohl in natürlichen als auch in gebauten Umgebungen: Pflanzen und Tiere faszinieren sie ebenso wie die Kacheln einer Fassade, Schreine in einer Kirche oder Stickereien auf Textilien. Durch genaue Beobachtung setzt sie sich mit Oberflächen, Strukturen und Kontrasten auseinander und schafft Arbeiten, die Sinnlichkeit mit einer starken materiellen Präsenz verbinden. Durch diesen multidisziplinären Ansatz setzt sie sich implizit auch mit feministischen Perspektiven auseinander, insbesondere im Hinblick auf materielle Traditionen und Techniken, die historisch häufig mit weiblicher Arbeit und Erfahrungswelten verbunden waren.

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