
Samstag, 24.01.2009 - Sonntag, 15.03.2009
Mit der Doppelausstellung: «Velimir Ilisevic + Eckhard Froeschlin: Zeichen zeigen» wendet sich das Städtische Kunstmuseum Singen, nach ausgiebigen Ausflügen in die Moderne und in die Kunstgeschichte, wieder dem Schwerpunkt: «Zeitgenössische Kunst der Euregio Bodensee» zu. Die Schau vereint über 100 Ölgemälde, Pastelle und Pastellmontagen, Gouachen, Aquarelle und Zeichnungen sowie bemalte Aluminiumfiguren aus dem Zeitraum 2002 bis 2008.
Mit Velimir Ilisevic und Eckhard Froeschlin stellt das Städtische Kunstmuseum Singen zwei Künstler vor, die das Verstehen-Wollen ins Zentrum ihrer expressiv verdichteten, engagierten Kunst rücken. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie, mit der am eigenen Leib erfahrenen Geschichte, erlebten Orten und Gesellschaften, den dauernd andrängenden Gefühlen, Wahrnehmungen und Sinnfragen, das sind die notwendigen Ausgangspunkte und Antriebe ihres Gestaltens. Sich und anderen ein individuelles, dabei authentisches Bild von der Wirklichkeit zu machen, die Welt offen zu schauen und widerständig ertragen, ohne sich deren Gewalt zu unterwerfen, das Kunstwerk zugleich als Zeugnis (einer lebendigen Erfahrung), als freien Denk-Raum (zwischen Menschen) und Übung (des Widerstands auf einen neuen Anfang hin) zu verstehen – all das zeichnet die Arbeiten der beiden Maler und Graphiker inhaltlich aus. Gemeinsam ist beiden, dass sie die Gegenstände, Interieurs und Figuren in ihren Werken so formen und montieren, dass diese zeichen- und gleichnishaften Charakter annehmen. Froeschlin wie Ilisevic fassen ihr Gestaltschaffen immer auch als Handeln, als eine andauernde, existentielle Suche nach Gründen, Standpunkten, Haltungen auf.