Psychadelic Shoegazey Post-Punk
«Musik, die ein Wagnis eingeht», das ist es, was Virginia Wing interessiert. Jolly good! Die Band aus Südlondon bringt perkussive Dringlichkeit, Herbstnebelstimmung, Elektronikspielereien und klasse Popmelodien zusammen.
Obacht, Geheimtipp: Virginia Wing haben wenig von der üblichen Selbstvermarktungs-Abgeklärtheit heutiger Musikgruppen an sich. Man tüftelte zwei Jahre am Erstling «Measures Of Joy» – und die Band, die sich aus Mitgliedern diverser eher semierfolgreicher Indiecombos zusammensetzt, warf dabei alle Zutaten in einen Topf, die ihnen gefielen: die deutschen Krautrockhelden Can ebenso wie White Noise, Broadcast, Robert Wyatt oder Cluster. Sängerin/Keyboarderin Merida Richards bringts auf den Punkt, was sie mögen: «Musik, die ein Wagnis eingeht.» Herausgekommen ist ein Album, das sich an wabernde Sixties-Psychedelik, Achtziger-Kühle und halluzinatorischen Dream Pop anlehnt und etwas ganz Eigenes daraus macht. Richards singt Lieder wie LSD-Träume: «You dreamt yourself a tree / Without streched arms.» Dabei schaffen es Virginia Wing, dringlich, aufregend und popmelodiös zu sein. Don’t you miss this!
Tür: 20.30 Uhr
Beginn: 21.30 Uhr
Eintrirr: 18.–/ 13.– Fr.
Einlass ab 16 Jahren