Donnerstag, 19.01.2012
18:30 Uhr
Museum Allerheiligen
Referat von Dr. Caroline Weckerle, Institut für Systematische Botanik, Universität Zürich
Die «Hexenbündtli» aus Gächlingen gehören zu den spannendsten Exponaten in der Ausstellung «Sonnenhut und Engelwurz». Die verschiedenen Pflanzenteile in den Stoffbeuteln sollten vor rund 250 Jahren die bösen Kräfte abhalten ins Haus zu kommen. Noch heute werden an verschiedenen Orten rund um die Welt Pflanzen aufgehängt oder ihr Rauch dazu genutzt, um mit Geistern in Kontakt zu treten oder sich vor dunklen Mächten zu schützen.
Die Ethnobotanikerin Caroline Weckerle erforscht diese Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und Menschen, hauptsächlich der Umgang von indigenen Völkern mit ihrer natürlichen Umwelt. Ethnobotanische Arbeiten sind das Scharnier zwischen Natur und Kultur, zwischen Tradition und Moderne aber auch zwischen Schützen und Nutzen.
Die Referentin Dr. Caroline Weckerle leitet die Gruppe Ethnobotanik am Institut für Systematische Botanik der Universität Zürich. Ihre Forschungsprojekte führten sie unter anderem nach China, Peru und Italien.
Der Vortrag ist Teil des Rahmenprogramms zur aktuellen Sonderausstellung Sonnenhut und Engelwurz. Heilen, Lieben und Morden mit Pflanzen (bis 4.3.2012).