
Samstag, 20.02.2010 - Freitag, 05.03.2010
«Licht – Finsternis»
So nennt sich die Mal-Schicht-Technik mit der ich mich seit über 16 Jahren intensiv beschäftige. Eine spezielle Aquarelltechnik, die sowohl im Künstlerischen als auch im Therapeutischen angewendet werden kann. Eine Technik mit der sich nur wenige Künstler auseinandersetzen und bis hin zur bildhaften Form beherrschen.
Der Ausgangspunkt jedes Bildes ist das Licht und die Farbe und nicht etwa die Form oder das Motiv. Je nach Wahl des Lichteinfalles und der Farbe, d.h. nach mindestens 80 Farbschichten endet das Bild in der Form.
Studiert man die Farben in der Natur, ihr Verhalten und ihre Veränderungen innerhalb der Atmosphäre, das Farbenspiel zwischen Licht und Finsternis, so entdeckt man, dass jede Farbe ihre ganz bestimmte Eigenschaft besitzt und sie auch lebt.
Wenn man also lebendige Farbe malt, setzt man sich während des ganzen Maiprozesses einerseits mit der Gesetzmässigkeit der einzelnen Farbe auseinander, anderseits beschäftigt man sich ununterbrochen mit dem Wesen derselben Farbe. So entsteht während dem Malen eine Spannung zwischen dem Malenden und den Elementarkräften der Farben.
Sowohl diese Spannung als auch der intensive Umgang mit den Elementarkräften der einzelnen Farben führt auf dem werdenden Bild dazu, dass die materiellen Kräfte weitgehenst ihre Vorherrschaft verlieren und dafür sich eine Bilderwelt offenbart, die dem menschlichen Auge normalerweise verschlossen bleibt.
Das Wesen der Farbe, respektive die Farbenwesen beginnen sich nun zu zeigen und es ist nun dem Malenden seine Aufgabe, dieses Erscheinen auf dem Bild entsprechend festzuhalten.