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Am 11. Mai ist der Brain Bus in Schaffhausen am Herrenacker. Star der mobilen Ausstellung durch 40 Schweizer Städte ist das menschliche Gehirn. Gezeigt werden seine Funktionen und Störungen sowie die faszinierende Welt der Hirnforschung. Nach dem Erfolg vom letzten Jahr ist der Brain Bus bepackt mit neuen Themen und Experimenten. 100 Milliarden Nervenzellen leisten täglich Schwerstarbeit – das Gehirn hat die komplizierteste Struktur des menschlichen Körpers. Was in unserem Wunderorgan abläuft, zeigt eine mobile Ausstellung: Im Brain Bus erklären Modelle, Multimedia-Stationen und Experimente die wichtigsten Funktionsweisen und Störungen des Gehirns. Gleichzeitig werden spannende Einblicke in die Welt der Neurowissenschaften gewährt. Im letzten Jahr haben 30'000 Erwachsene und Schüler den Brain Bus besucht. Nun startet er zu einer zweiten Tour mit neuen Inhalten und Experimenten.
«Waldbrand» und andere Störungen Diesjähriger Schwerpunkt der Ausstellung sind Funktionsstörungen. Normalerweise arbeitet das Gehirn reibungslos. Tauchen jedoch Störungen auf, ist seine Funktionsweise beeinträchtigt, wie z.B. bei einer Epilepsie: Nach Verletzungen oder aus anderen Gründen können Nervenzellen beginnen, unkontrolliert und immer schneller zu «feuern». Es entsteht ein epileptischer Anfall. «Diesen kann man mit einem Waldbrand vergleichen, der sich in Teilen des Gehirns ausbreitet. Abhängig davon, wo er sich ausbreitet, entstehen unterschiedliche Symptome», erklärt Dr. med. Klaus Meyer, Leiter Epileptologie der Klinik Bethesda Tschugg, Partner der Ausstellung. Wie Epilepsien entstehen, wie man sie diagnostiziert und behandelt, erklärt der Brain Bus genauso verständlich wie das Phänomen Schmerz, die Alzheimer- und Parkinsonkrankheit, Depression oder Multiple Sklerose.
Tücken des Gehirns im Experiment Was das Gehirn leistet, aber auch seine Grenzen erfahren Besucherinnen und Besucher in vielen neuen Experimenten und an interaktiven Stationen. Besonders eindrücklich ist das Experiment «Klebeteppich»: Der Gang mit Klettband-Schuhen über einen Rasenteppich simuliert das für die Parkinson-Krankheit typische «Freezing». Dieses Phänomen hat zur Folge, dass Betroffene ihre Beine plötzlich nicht mehr bewegen können und wie am Boden festgeklebt sind. Neurowissenschafter im Brain Bus Team erklären derartige Mechanismen und geben zusätzliche Informationen zu den Ausstellungsobjekten.
Faszination Hirnforschung Der Brain Bus wurde konzipiert von Life Science Communication in Zusammenarbeit mit neurowissenschaftlichen Instituten der Schweizer Hochschulen. «Die Ausstellung soll uns nicht nur das Gehirn näher bringen», sagt Prof. Jean-Marc Fritschy von der Universität Zürich und Mitglied des Patronatskomitees, «sondern auch aufzeigen, wie faszinierend Hirnforschung ist.» Es freut ihn daher, dass im letzten Jahr viele Schulklassen unter den Besuchern waren. Unterstützt wird der Brain Bus von Stiftungen, Lotteriefonds, Patientenorganisationen und den Firmen Lundbeck (Schweiz) AG, Pfizer AG, Siemens Schweiz AG, Merck Serono Division von Merck (Schweiz) AG.
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