Donnerstag, 18.03.2010 - Mittwoch, 24.03.2010
Ein belgischer Wissenschaftler hat es erfunden: das Plastik. Leo H. Bakeland entwickelte in den Jahren 1905 bis 1907 das erste vollsynthetische Produkt aus Erdöl. Wer hätte gedacht, dass seine Erfindung Jahrzehnte später gar nicht mehr wegzudenken ist?
Würde man heute einen willkürlichen Haushalt vom Plastik befreien wollen, stände der Besitzer am Ende wohl ohne Hab und Gut da. Filmemacher Werner Boote ist seit seiner Kindheit von Plastik fasziniert. Während er als Kind von den knalligen Farben angezogen wurde, fesseln ihn heute ganz andere Merkmale des Kunststoffs. Heute: Boote wartet geduldig auf einen Termin mit John Taylor, dem Präsidenten von PlasticEuropa. Nach 18 Monaten Wartezeit kommt es endlich zu dem lang ersehnten Termin. Taylor wurde durch den unermesslichen Plastikkonsum in unserer Welt zu einem reichen und mächtigen Mann. Erschreckende Zahlenmeldungen scheinen ihn wenig zu beeindrucken. Taylor berichtet, dass zurzeit etwa 60 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr produziert werden. Diese Menge sei ein Viertel der weltweiten Produktion. Mit dem Kunststoff, der in den letzten 100 Jahren produziert wurde, könnte man die Erde bis zu sechs Mal ummanteln! Es gibt natürlich positive Eigenschaften, die Plastik mit sich bringt: Es ist leichter als Glas und in vielen Fällen sehr widerstandsfähig. Doch ist das alles? Was ist mit den Gesundheitsrisiken? Und dem gigantischen Müllproblem scheint auch niemand Beachtung zu schenken. Die Sahara, wie man sie aus Filmen kennt, gibt es gar nicht mehr. Ein gigantischer Müllteppich breitet sich über ihr aus. Auch Seefahrern stockt immer wieder der Atem, wenn sie ihr Schiff durch ein Meer aus Plastikmüll manövrieren müssen.
Fazit: Wir leben mittlerweile auf einem Plastic Planet.
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