Donnerstag, 04.02.2010
21:00 Uhr
Fass-Beiz
Wenn jemand ein Demo aufnimmt mit einem Richtmikro, das die Großeltern in den 70ern dazu nutzten, Blockflötenvorträge an Weihnachten aufzunehmen, und mit einem kaputten Notebook, das das eingebaute Mikro nicht ausschaltet, so dass die Festplatte die ganze Zeit im Hintergrund puckert, dann erwartet dieser Mensch nicht, dass besagtes Demo auf Bayern2 und Bayern3 gespielt wird. Er erwartet auch nicht, dass er mit diesem Demo einen Auftritt im Münchner Funkhaus gewinnt und innerhalb von 2 Jahren 100.000 Leute auf seine Myspace-Seite klicken. Und er 60 Konzerte spielt, weil ihn die Leute ihn fragen, ob er spielen will. Genau das ist Karo aber passiert mit «The Sailor».
Bis Ende 2006 war Karo ein völlig unbeschriebenes Blatt. Mit 26 war sie noch nie öffentlich aufgetreten, hatte noch nie vor ihren Freunden gesungen. Nach dem Kinderchor und einer Schulband hatte sie nie das Selbstvertrauen, irgendjemandem ihre eigenen Lieder zu vorzusingen. Gitarre spielt sie wie ein Neuntklässler am Lagerfeuer. Beats programmiert sie mit Fruity Loops, nicht einmal mit der neusten Version. Und doch ist da so etwas Unbeschreibliches, was ihre Freunde, nachdem sie sie zum ersten Mal gehört hatten, dazu brachte, sie zu einer Open Stage in Würzburg zu schleppen. Da ist diese unglaubliche Stimme, die durch Mark und Bein fährt, und diese Lieder, die von vorne bis hinten stimmen und wahr sind, so gut ein Mensch seine eigene Wahrheit zeigen kann.
Den meisten fehlen die Worte, wenn sie Karos Musik beschreiben wollen. Das hat man alles schon mal irgendwie gehört, aber es war noch nie so da.
Eintritt frei, Kollekte