Mittwoch, 24.02.2010
19:30 - 21:30 Uhr
Berufsbildungszentrum BBZ, Aula
Nutzung für die Region Schaffhausen?
Strom für 70% der Schaffhauser Haushalte könnte mit Schaffhauser Wind erzeugt werden. Das zeigt eine Studie über das Potenzial der Windkraft in unserer Region. Sie wurde vom Kanton Schaffhausen in Auftrag gegeben. Die Resultate liegen seit letztem Herbst vor und sind erstaunlich. Das Fazit der Studie: „Die Windenergie, insbesondere Grosswind, kann einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung im Kanton leisten“.
Nichts sollte uns also daran hindern, Windräder aufzustellen und einheimischen, umweltfreundlichen Strom zu produzieren; wäre da nicht noch ein Haken zu überwinden! Denn die für Grosswindanlagen im Kanton Schaffhausen vorgeschlagenen vier Standorte Wolkensteinerberg (Hemishofen, Stein am Rhein), Chroobach (Hemishofen), Hagenturm und Randenhus befinden sich alle im Wald oder im BLN-Gebiet (schützenwerte Landschaften). Dies setzt voraus, dass wir einen Prozess bezüglich unserer Prioritäten für diese Standorte in Gang setzen. Im Fokus stehen die energiepolitischen Ziele des Kantons, der Ausbau der erneuerbaren Energien und der vom Kantonsrat beschlossene Ausstieg aus der Atomenergie. Diesen gewichtigen Interessen müssen die uns bekannten Werte des Natur- und Landschaftschutzes gegenübergestellt werden, denn der Randen ist wichtiges Naherholungsgebiet. Was dürfen wir bei der Landschaft einfordern, um erneuerbare Energien zu fördern anstelle von AKW? Braucht es eine neue Wertediskussion?
Kurzreferate mit Podiumsdisskusion
Praxisbericht:
Eric Nussbaumer, Nationalrat BL
Windpotential Kanton Schaffhausen:
Andrea Paoli, Leiter Energiefachstelle
Windenergie und Landschaftsschutz:
Dr. Raimund Rodewald, Stiftung Landschaftsschutz
Leitung: Wälz Studer, Radio Munot
Der Eintritt ist frei